Was ist der Unterschied zwischen braunem Reis und weißem Reis? Was ist der Unterschied zwischen Jasminreis und Pandanreis? Ist jeder Reis als Klebreis geeignet? Hast du diese Fragen auch? Dann lies weiter.

Mit Reis ist es wie mit Menschen. Keiner gleicht dem anderen. Nun, das ist natürlich etwas übertrieben, aber es gibt über 40.000 verschiedene Reissorten. Sie unterscheiden sich in Dicke, Geschmack, Geruch, Farbe, Korngröße, der Art, wie sie wachsen und wo sie wachsen. Und dann kommt es auch darauf an, wie sie dir präsentiert werden. Zum Beispiel als brauner oder weißer Reis.

WANN WIRD BRAUNER REIS ZU WEISSEM REIS?

So funktioniert es. Wenn der Reis geerntet wird, entfernen die Bauern die Reiskörner von den Pflanzen (das nennt man Dreschen). Die ungenießbare Hülse wird entfernt. Dadurch erhalten wir braunen Reis. Wird auch die ballaststoffreiche Membran (Kleie) um den Reis entfernt, erhältst du weißen Reis.

Brauner Reis ist gesund, weil er ein Vollkornprodukt ist, aber auch an normalem weißen Reis ist nichts auszusetzen. Er enthält Kohlenhydrate, aber kaum Fette, Zucker oder Salz. Und sie enthalten viele gute Mineralien (Kalium und Phosphor), Vitamine (B) und auch eine angemessene Menge an Proteinen.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN JASMINREIS UND PANDANREIS?

In Thailand (und den umliegenden Ländern) wird hauptsächlich Jasminreis angebaut. Das ist nicht verwunderlich, da Jasminreis ursprünglich aus Thailand stammt. Der Reis hat ein langes Korn, eine schöne weiße Farbe und einen leicht süßlichen Geruch. In Thailand wird er weißer Jasminreis genannt, weil die weiße Farbe an die Blüte erinnert.

Jasminreis wird in einigen Ländern auch Pandanreis genannt. Pandan ist eine Palme mit Blättern, die einen nussigen Geruch haben. Dieser Geruch findet sich im Jasminreis wieder, weshalb Jasminreis manchmal auch Pandanreis genannt wird. Aber eigentlich gibt es so etwas wie Pandanreis nicht.

Jasminreis kochen ist sehr einfach. Spüle den Reis zuerst mit kaltem Wasser, bis das Wasser nicht mehr trüb ist. Bringe einen Topf mit dem Reis und der anderthalbfachen Menge Wasser zum Kochen. Wenn der Reis kocht, reduziere die Hitze auf eine niedrige Stufe. Prüfe nach 10 Minuten, ob der Reis gar ist. Wenn ja, lass den Reis mit geschlossenem Deckel noch etwas dämpfen. Je besser du die Menge an Reis und Wasser abstimmst, desto trockener wird dein Korn sein.

WAS IST BASMATIREIS?

Basmatireis stammt hauptsächlich aus den Tälern des Himalayas. Der Reis hat ein sanftes, grasiges Aroma (Vasmatī bedeutet im Sanskrit „duftend“). Das Aroma unterscheidet sich von dem des Jasminreises und der Geschmack ist intensiver. Die Körner des Basmatireises sind länger und trockener. Trockener, weil Basmatireis zuerst eine Weile reift, was dem Korn mehr Duft und eine leicht dunklere Farbe verleiht.

Basmatireis wird fast genauso gekocht wie Jasminreis. Der einzige Unterschied ist, dass du den Topf nach 8 Minuten vom Herd nimmst und ihn weitere 15 Minuten mit geschlossenem Deckel dämpfen lässt.

UND WAS IST KLEBREIS?

Klebreis (meist mit rundem Korn) hat von Natur aus einen guten Anteil an Stärke. Er nimmt weniger Wasser auf als andere Reissorten. Dadurch klebt der Reis nach dem Kochen gut zusammen. Der bekannte Klebreis wird für japanisches Sushi verwendet. In Europa bauen wir relativ viel Klebreis an. Gute Beispiele sind spanische Paella und italienisches Risotto.

Klebreis kochen erfordert mehr Arbeit. Der Reis muss zuerst mindestens 3 Stunden lang in reichlich Wasser eingeweicht werden (sodass der Reis gut unter der Wasseroberfläche liegt). Danach wird der Reis gedämpft, zum Beispiel mit einem Dampfgarer. Der Reis quillt dann langsam auf und wird schön weich. Während des Kochens muss die Wassermenge sorgfältig überwacht werden. Es muss genug vorhanden sein, um weiter dämpfen zu können. Nach dem Dämpfen muss der Reis sanft abkühlen, damit er nicht zu klebrig wird. Du kannst den Reis auch kochen, aber verwende dabei viel weniger Wasser als bei trockenem Reis.